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…zurueck im Alltag

Am Samstag in aller Frühe gegen 6 Uhr begannen wir unsere Reise ans Meer. Wir wollten  mit dem Taxi  zunächst zum Bahnhof in Howrah. Dabei hatten wir nicht bedacht, dass die Feierlichkeiten vom Diwali bis in die Nacht dauern und so die Taxifahrer ihren Rausch zunächst im Auto ausschlafen wollten. Aber wir erreichten den Bahnhof noch rechtzeitig. Der Bahnhof hier ist größer als der Leipziger Hauptbahnhof und natürlich auch mit einer unzählbaren Menge an Reisenden gefüllt. Wenige Minuten vor der Abfahrt werden an einer großen Tafel die Bahnsteige der Abfahrten angezeigt und dann beginnt das große Running. Dabei musst du aufpassen, dass die ganzen Poter mit ihren voll beladenen Karren dich nicht umfahren oder nicht ein Schwab von Fischwasser von den auszuladenen Kisten dich abduscht.

Aber alles ging gut und wir kamen rechtzeitig zu unseren Plätzen. Die Fahrt dauerte nur 3 Stunden und wir versuchten zu schlafen, was uns aufgrund der lauten Unterhaltung und des Gekreisches nur schwer gelang.

In Gigha entschlüpften die Inder, wie ein Heer von Ameisen dann dem Zug. Der Ort ist ein beliebter Badeort für die Mittelständler aus Kalkutta.

Auch wir wollten  die Seeluft und Ruhe genießen. So zog es uns auch gleich an den Strand. Da wir uns vorgenommen hatten endlich mal lange am Strand zu laufen, konnten wir schnell der italienisch anmutenden Menschenfülle am Strand entrinnen. Lustig war, dass wir nun als  Exoten von vielen Indern fotografiert worden, denn wir waren die einzigen Europäer  weit und breit.

Baden getrauten wir uns dann aber doch nicht, denn alle nahmen nur in voller Bekleidung ein Bad im Meer.

In voller Entspannung schauten wir den heimgekehrten Fischern beim entfischen ihrer Netze zu. Da stand die Zeit für uns still und in der Weite und Ruhe tankten wir in vollen Zügen auf.

Mit leichtem Sonnenbrand begrüßten wir dann am Abend unseren neuen Doctor Iqbal. Er ist gebürtig in Sri Lanka, arbeitet aber schon seit seinem Studium in Berlin, seit 20 Jahren für die ständige Auslandsvertretung für Deutschland weltweit. Also ein alter Hase und sehr sympathisch. Er ist nun Bettinas neuer Kollege.

Heute , nach den Feierlichkeiten waren die Ambulanzen wieder sehr voll und wir betreuten um die 170 Patienten.

Als ich eine Patientin nach ihrem Alter fragte, sagte sie 3×20 Jahre plus 5! Sie konnte nur bis 20 zählen. Das ist leider nicht ungewöhnlich, ja sogar einige von unserem Team können nicht lesen und schreiben und könen trotzdem englisch sprechen!

Nun noch ein paar Bilderchen, damit ihr euch auch an dem Seeklima erfreuen könnt.

Alle vergrügten sich am Strand: Menschen, Pferde, Kühe, Ziegen

 

1 Kommentar

  • Diana

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    Nun auch mal ein lieber Gruß aus der fernen Heimat Taucha. Es ist wahnsinnig beeindruckend eure bildhaften Eindrücke und Erlebnisse mitzuverfolgen.Man hat das Gefühl Ihr erlebt in dieser "kurzen"Zeit mehr,als andere je auf irgendwelchen Reisen je erleben werden.Schön das dieses Tagebuch so regelmäßig mit neuen Impressionen gefüttert wird. Ich wünsch Euch beiden noch alles,alles Liebe und Bettina noch ne ganz fette Drückung. Bye Diana aus dem wunderschön herbstlichen Taucha.

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