Tagebuch

Am Ende der 4. Woche

Ohne Worte

Ohne Worte

Der Zubringer für die Chicken-Center

Der Zubringer für die Chicken-Center

……….ein fröhliches  Hallo in die Heimat, wir beendeten heute unsere 4. Arbeitswoche und nun sitzen wir alle beisammen und sind etwas traurig , denn Walter fliegt morgen nach Hause und Christiane hat uns heute morgen schon verlassen . Es ist erstaunlich wie schnell und intensiv man auf so engem Raum an diesem außerordentlichen Platz dieser Welt zusammenwächst und aneinander hängt und sicherlich an manchem auch hängen bleibt !

Nun , was gibt es zu berichten ? Die Woche war natürlich gefüllt mit Krankengeschichten , heftige und elende , einfache Beratungsanlässe wechseln sich schlagartig ab mit gravierenden Krankheitsbildern , schwere Schicksale begegnen uns häufig , so aber auch Menschen mit einfachen vitalen Infekten. Eine Großmutter schubste heute ihre Enkel genervt im Sprechzimmer herum – 2 Jungs – 3 und 6 Jahre – ich bat meine Übersetzerin ihr zu sagen , sie solle doch nicht so streng sein , und fragte nach den Eltern – die waren einfach davongelaufen als der zweite Sohn geboren war ! Ein 18 jähriges Mädchen , hübsch und aufgeschlossen – schwerer Herzfehler. Ein 22jähriger durch eine Nervenerkrankung gelähmt …er sei plötzlich im Laufen umgefallen – berichtet die Mutter unter Tränen……und so viele mehr . Die Therapieoption ist so eine ganz andere für diese Menschen hier ,die Chancen auf Heilung und Rehabilitation so minimal . Wir wissen so oft nicht , wie gut es uns und unseren Lieben geht auf der Sonnenseite des Lebens .

Wenn wir so täglich hier  durch die Straßen fahren und auch laufen , sind wir doch ziemlich eingefangen in den Sphären der Stadt und dem Leben der Menschen …..so fällt es uns schon leichter die Armut der Menschen zu ertragen und wir nehmen Anteil aber wir haben nicht mehr so eine Last an Mitleid , weil wir auch sehen , das die Menschen sich auch einfinden in diesem Leben und ihre Art vom Glücklichsein leben …Das ist gut so und lässt uns gelassener unsere Arbeit tun.

Unser 2. Ausflug steht an , morgen in der Frühe geht es in die Sunderbans südlich von Kalkutta. Der Hoogly erstreckt sich hier in einem der größten Deltaregionen der Welt  , uns erwarten Mangrovenwälder und kleine bewaldete Inseln , einmal im Jahr sollte sich auch einer der dort lebenden Tiger zeigen …..wir freuen uns drauf und finden : wir haben es verdient ! Gerne wollen und werden  wir berichten.

Anbei ein Foto von unserem Hühnerfahrradhändler ….unsere Kollegin Gudrun Greff bemerkte treffend ….“da passen große Sträuße aus Hühnervölkern dran „- liebe Gudrun , Danke : wir haben herzlich gelacht …..?

Nun , zeitnah hört Ihr wieder von uns , mit herzlichen Grüßen

Bettina und Ina

 

 

3 Kommentare

  • Michael Siebert

    1

    Liebe Ina, Liebe Bettina, viele Grüße aus dem trüben Germany. Habe mit viel Interesse Eure Schilderungen gelesen. Hochachtung vor dem, was Ihr und Eure Mitstreiter vor Ort leisten, schade das dem vor Ort nicht immer mit Wertschätzung begegnet wird. Kommt gut wieder zurück Viele Grüße Micha

  • Ina Pokorny

    2

    Liebe Frau Dr. Tunze und liebe Frau Dr. Lipp, auch ich habe ihr Tagebuch verfolgt und kann mich den vorangegangenen Kommentaren nur anschließen. Es ist absolut bewundernswert, was sie in Kalkutta leisten. Die Berichte sind sehr bewegend. Man vergisst es leider manchmal, wie gut es uns in Deutschland doch geht. Für die letzten Tage in Indien wünsche ich Ihnen viel Energie, Freude und dass Sie gesund bleiben! Herzliche Grüße Ina Pokorny

    • E.Schwarzbauer

      3

      Meine liebe Bettina, ich freue mich, daß es Dir gut geht,Nun ist schon in ein paar Tagen die Zeit vorbei, und wir können Dich bald zu Hause erwarten. Laßt es Euch bis dahin gut gehen, viel Erfolg in der Arbeit und wenig Kummer oder schwere Schicksale , mit den Ihr konfrontiert werdet. Liebe Grüße Mutti

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